

Max Ackermann (1887-1975) stand, obwohl er nur vier Jahre älter war als Otto Dix, noch ganz unter dem Einfluss der ästhetischen Vorgaben des Jugendstils. Seine Ausbildung begann er ab 1906 in Weimar als Schüler im ersten Jahrgang von Henry van de Velde am neu gegründeten Kunstgewerblichen Seminar. Nachfolgend studierte er erst an der Dresdner Akademie bei Richard Müller, dann als Schüler in der Malklasse von Franz von Stuck. In München lernt Ackermann auch die Werke von Hans von Marées kennen, die ihn in der Folge stark beeinflussten. Erst danach wechselte er 1912 nach Stuttgart und kam in Kontakt mit Adolf Hölzel und seinem Kreis.
Schon in diesen frühen Jahren richtet Ackermann sein künstlerisches Werk an der Schöpfung eines Gesamtkunstwerkes aus. Das einzelne Bild gilt ihm immer als Teil eines übergeordneten Ganzen, dessen Ziel für ihn in einer ästhetischen Erziehung des Menschen mündet. Deshalb plante er konsequenterweise für seine Kunst ein eigenes, kapellenartiges Museum, für das er später am Stadtrand von Stuttgart ein Grundstück erwarb.
Die politisch-gesellschaftliche Ausrichtung seiner Kunst führte auch dazu, dass Ackermann sich seit Beginn der 1920er Jahre politisch betätigte. Beides, die Ästhetik seiner Bilder wie seine kommunistische Gesinnung, führte dazu, dass seine Kunst ab 1933 für "entartet" erklärt wurde. So zog sich auch Ackermann in die so genannte "innere Emigration" an den Bodensee zurück.
Das Museum besitzt mit seinem Bestand von über 130 Werken eine der umfangreichsten Sammlungen in öffentlichem Besitz.