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TECHNIKSAMMLUNG

Rekonstruktion der LZ 129 Hindenburg

Die Innenräume dieses 1936 für den Nordatlantikverkehr fertig gestellten Zeppelin-Luftschiffes wurden von Fritz August Breuhaus entworfen, einem der damals erfolgreichsten Architekten und Designer. Breuhaus gestaltete auch die Innenräume von Ozeandampfern und Verkehrsflugzeugen. Die Ausstattung und Möblierung entsprach den Anforderungen von Funktionalität, Formschönheit und Leichtigkeit. Die Passagierräume waren in zwei übereinander liegenden Decks angeordnet.

Der Nachbau des Aufenthaltsraums auf der Steuerbordseite der "Hindenburg"
© Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH

LZ 129 "Hindenburg" war 245 Meter lang und hatte einen größten Durchmesser von 41,2 Metern. Angetrieben von vier Daimler-Benz-Dieselmotoren mit einer Leistung von je 772,3 kW (1050 PS) erreichte sie eine Höchstegschwindigkeit von rund 130 km/h.

LZ 129 "Hindenburg" absolvierte 18 Fahrten nach Nord- und Südamerika. Am 6. Mai 1937 geriet das Schiff bei der Landung in Lakehurst / New Jersey in Brand und stürzte ab. Von den 97 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord fanden 35 Menschen den Tod, zuzüglich einem Opfer aus der amerikanischen Bodenmannschaft.

Nachbau einer der Passagierkabinen im A-Deck der "Hindenburg". Auffallend ist die zweckmäßige, auf perfekte Raumausnutzung und Gewichtsersparnis ausgelegte Einrichtung des Luftschiffs. So waren beispielsweise auch die Betten aus Aluminium gefertigt. Die Kabine ist für die Nacht hergerichtet. In der Tagesversion wurde das obere Bett unter der Kabinendecke verstaut.

Jede Kabine war mit einem in die Wand klappbaren Waschbecken mit fließend Warm- und Kaltwasser, Spiegel, Schranknische mit Vorhang, Klapptisch, einem Klapphocker und einer Leiter für das obere Bett ausgerüstet. Die Kabinen waren elektrisch beleuchtet und wurden, wie die Tagesräume für die Passagiere, belüftet oder bei Bedarf geheizt.

 

Das herunter gelassene Fallreep lädt zum An-Bord-Gehen ein. Die ebenso wie das Gerippe blau lackierte Aluminiumtreppe führt zunächst in das untere B-Deck. In diesem sind Toiletten, eine Bar sowie der legendäre Rauchsalon untergebracht.

Die rund 33 Meter lange Teilrekonstruktion der "Hindenburg" läßt die gewaltigen Dimensionen erfahrbar werden und zeigt den im Luftschiffbau in den dreißiger Jahren perfektionierten Leichtbau. Gebaut wurde diese Rekonstruktion nach Originalplänen von der Firma Zeppelin GmbH und zum Teil mit erhaltenen Werkzeugen aus der Bauzeit der "Hindenburg".

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Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Bibl. Jürgen Bleibler
Tel.: +49 / 7541/3801-23
Fax.: +49 / 7541/3801-81
bleibler(at)zeppelin-museum.de